Touch Book in Produktion – erscheint im Juli
Im März hab ich euch das Touch Book von der Firma Alwaysinnovating vorgestellt, das ein Netbook ist, dessen Display man komplett von der Tastatur trennen kann und es somit in einem Tablet PC verwandelt. Damit ist das Touch Book eine andere Art von Netvertible, da man die beiden hälften nicht nur trennen, sondern das Display anders herum auf die Tastatur aufstecken und zuklappen kann, somit also den „Tablet Mode“ inklusive des großen Akkus von der Tastatur hat. Die Hardware des Touch Books ist hauptsächlich im Display verbaut, der untere Teil mit der Tastatur dient als weiterer Akku und eben als Tastatur.
Alwaysinnovating lässt das Touch Book nun herstellen und will im Juli die ersten Geräte ausliefern. Die Hardware ist schon komplett fertig entwickelt, jedoch befindet sich die Software noch im Beta Status, sie sei aber schon gut nutzbar. Man möchte sich das Feedback der ersten Nutzer einholen um das auf Linux basierende Betriebssystem so gut wie möglich an das Gerät und die Nutzer anzupassen. In den ersten Wochen wird es regelmäßig Updates geben, bis dann die finale Version erscheint.

Das Touch Book hat einen 8,9 Zoll Touchscreen Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixel. Es ist ein TI OMAP3530 Prozessor mit 256MB RAM und 256MB NAND Memory verbaut und als Festplatte dient eine 8GB SD Karte. Das besondere beim Touch Book ist, dass es sowohl von der Software, als auch Hardware Seite immer leicht selbst oder durch dritte modifizierbar sein soll. So kann man zum einen natürlich die SD Karte durch eine größere oder schnellere austauschen, aber auch 4 interne USB Anschlüsse zum Upgraden nutzen. Damit ist es fast kinderleicht selbst ein UMTS Modem hinzuzufügen usw. 3 der internen USB Anschlüsse sind möglicherweise schon durch WLAN, Bluetooth und die Tastatur besetzt, können aber entfernt werden, falls man sie nicht braucht. Neben den internen USB Anschlüssen gibt es auch 3 die wie bei jedem normalen Netbook von außen nutzbar sind.

Sowohl im Display Bereich, als auch bei der Tastatur ist jeweils ein Akku verbaut. Zusammen soll der Akku zwischen 10 und 15 Stunden halten, als reines Nettablet (also ohne Tastatur) werden aus den bis zu 15 in etwa 3 bis 4 Stunden. Die verbauten Akkus werden nicht ganz so leicht austauschbar sein wie bei anderen Netbooks, jedoch soll man das selbst mit ein wenig schrauben machen können.
Interessant ist auch der 3 Wege Accelerometer (in X, Y und Z Richtung), der zum einen automatische Rotation beim Display ermöglicht, aber auch vielseitig z.B. in Spielen eingesetzt werden kann. Ein Accelerometer erkennt wie man das Gerät gerade hält, bekannt ist diese Technik vor allem vom iPhone und anderen Smartphones (z.B. HTC Touch Diamond). Das Simpelste Spiel, das diese Technik anwendet, ist eine Kugel die man nur durch neigen des Geräts, ohne eine Maus, Tastatur oder Touchscreen zu nutzen, in ein Loch bewegen kann.

Wie schon erwähnt wird Linux als Basis für das Betriebssystem dienen, dabei wird von der Xfce Desktop Umgebung (bekannt aus Xubuntu) gebrauch gemacht. Das Betriebssystem wird extra für das Navigieren via Touchscreen optimiert sein. Ausgeliefert wird das Touch Book gleich mit einem Haufen nützlicher Software, darunter ein Video und Musik Player, Abiword (so was wie Microsoft Word), Pidgin (ICQ, MSN usw.), Mypaint 5.1 (hochwertiges Grafik Programm), Fbreader (ein eBook Reader, der selbe wie im SmartQ 7) und einige weitere Standartprogramme. Außerdem wird YouTube ohne Probleme nutzbar sein, volle Adobe Flash Unterstützung folgt aber mit einem späteren Update.
Mit den Updates wird außerdem Skype, OpenOffice, ein Google Maps Programm und einige iPhone ähnliche Spiele, die den 3D Accelerometer nutzen, kostenlos nachgeliefert. Und hier kann man auch schon sehen, zu was die internen USB Anschlüsse nützlich sein können. So kann man z.B. sehr einfach ein GPS Modul anschließen und das soll dann Problemlos mit dem Google Maps Programm nutzbar sein.

Außerdem unterstützt das Touch Book Android, das Betriebssystem von Google, was man ohne Probleme und mit voller Hardware Unterstützung selbst installieren können soll.
Anfangs konnte man das Touch Book nur in den USA vorbestellen, doch Aufgrund vieler Anfragen haben sie sich nun auch dem Internationalen Markt geöffnet. Auch Bestellungen aus Deutschland sind nun möglich, man braucht dafür allerdings eine Kreditkarte. Das Touch Book kostet 399$ (ca. 285 Euro) mit Tastatur und 299$ (ca. 215 Euro) wenn man nur das Tablet bestellt. Für Versandkosten nach Deutschland muss man mit in etwa 30 Euro rechnen und man wird vermutlich um den Zoll nicht herum kommen. Bestellen kann man das Touch Book momentan nur auf ihrer eigenen Webseite.

Das Touch Book ist meiner Meinung nach eines der interessantesten Netvertibles/Nettablets (je nachdem was man kauft) die bald auf den Markt kommen werden, vor allem zu dem Preis. Aufgrund der teilweise recht schwachen Hardware Spezifikationen muss die Software und Hardware aber perfekt zusammenspielen, damit man mit dem Touch Book produktiv Arbeiten kann, ich hoffe es bald herausfinden zu können.
Übrigens: Während die Bilder im März noch 3D Renderings waren, sind diese hier im Artikel nun echte Bilder vom Touch Book. Hier noch zwei Videos, in denen man das Touch Book in Aktion sieht (sind allerdings schon etwas älter):

Mmmmmmmm. Das ist definitiv ein vielversprechendes Gerät. Wenn das mal ein Jahr früher rausgekommen wäre… seufz.
Prozessor, RAM, Festplatte nicht zeitgemäß.
Sonst geil
Es ist kein Intel oder AMD Prozessor den man in High-End Notebooks findet, auch kein Intel Atom aus den typischen Netbooks. Aber dafür braucht dieser Prozessor keine Kühlung, das Gerät kommt ohne Lüftung aus, das Gerät ist also still, man dürfte wirklich nichts hören.
Das Touch Book ist wie eine Art großes iPhone, nur dass man es sehr einfach und umfangreich erweitern kann. Wenn die Software richtig mit der Hardware zusammenspielt, könnte es ein relativ Leistungsstarkes Gerät mit sehr großer Akkulaufzeit werden. Das “könnte” muss hier aber Groß geschrieben haben, sobald die ersten Beta Touch Books ausgeliefert werden wissen wir mehr.
an sich sieht es super aus. Ohne Lufter ist es äußerst attraktiv.
Aber mit dem RAM und mit dem Prozessor kann man nicht gemütlich im Internet surfen oder eben einen Text schreiben
Ich bin schon kurz davor es mir zu kaufen. Über einen Hands-on-Bericht würde ich mich sehr freuen
Hat das Display eigentlich Multitouch? Bis jetzt hab ich dazu noch nichts gefunden. Schade, dass das Gerät nur 9 Zoll ist, naja, passt besser in die Handtasche
Warum sollte man damit nicht surfen oder Texte schreiben
können? Man sieht doch in den Videos, dass es funktioniert.
Mit einem entsprechend sparsamen Betriebssystem sind auch
256 MB Ram ausreichend. (Auf der Website steht aber eh
512 MB.)
Ich finde das Konzept auf jeden Fall sehr spannend.
Lenovo hat sowas ja auch in der Mache. Aber bei denen
solls wohl um die 1000 $ kosten.
@thalia
Nein, es hat kein Mulitouch.
Auf der Website gibts ne recht umfangreiche
FAQ.
Das TouchBook ist wirklich interessant. Allerdings ist dieser Artikel schon ein Jahr alt
Mittlerweile ist es recht veraltet, verglichen mit Eee PC T101MT oder dem Viliv S10 Blade.
Leider steht die Produktion im Moment wohl still, hatte im Februar bestellt bzw. mich auf die List setzen lassen, aber selbst nach 3 Monaten gab es nichtmal eine Info wie der Stand der Dinge ist, nun die Info im Bestellprozess das die Produktion pausiert.
Super schade, währ das perfekte Gerät für mich gewesen.
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